2008 Musterschüler der Integration?

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Migrationsprojekt 2008-2009

“Koreanische MigrantInnen in Deutschland – Musterschüler_innen der Integration?”

korientation e.V. führte im Zeitraum 2008/2009 ein zweijähriges Rahmenprojekt unter dem Titel “MusterschülerInnen der Integration – Koreanische MigrantInnen in Deutschland” durch.

Das Dachprojekt umfasst drei Projekte, die auf den ersten Blick eigenständig nebeneinander stehen, sich jedoch sowohl hinsichtlich ihrer Inhalte wie auch der Realisierung ergänzen und aufeinander aufbauen.

Jedes der drei Projekte erfährt seine eigene mediale Umsetzung. Das von uns anvisierte Thema kann hierdurch in unterschiedlichen Medien ganz verschiedene Facetten auf unterschiedlichen Ebenen abtasten.

1. Projekt: Wissenschaftliche Konferenzen zur koreanischen Migrationsgeschichte in Deutschland

Die Auftaktkonferenz fand am 22.05 – 23.05.2008 unter dem Titel: “Koreanische MigrantInnen in Deutschland – Musterschülerinnen der Integration?” in der Werkstatt der Kulturen in Berlin statt.

Die Folgekonferenz fand in einem größeren Rahmen vom 4.12. – 7.12.2008 an der Uni Bonn in Kooperation mit dem OAI/Uni Bonn statt. Titel der konferenz “Vom Gastarbeiter zur Bildungselite – Zum Alltag koreanischer MigrantInnen in Deutschland”. Die eingeladenen ReferentInnen aus den USA, Korea, UK, Deutschland nahmen die Gelegenheit war, sich untereinander fachlich auszutauschen, neue Projekte anzuvisieren und mit den anderen Konferenzteilnehmern zu diskutieren.

Publikation des Konferenzbandes

mit ausgewählten Beiträge der Konferenz ist noch in Arbeit (Hrsg. You Jae Lee).

2. Projekt: Ausstellung “Shared. Divided. United – Deutschland-Korea: Migrationsbewegungen im Kalten Krieg”

Ausstellung, die Positionen der zeitgenössischen Kunst mit historisch-dokumentarischen Exponaten verbindet. Thema der Ausstellung war die geteilte Migrationsgeschichte zwischen Deutschland und Korea. Die Verbindungslinien und Migrationsbewegungen der geteilten bzw. ehemals geteilten Länder Deutschland und Korea vor der Folie des Kalten Krieges wurden hierbei deutlich gemacht. Deutschland und Korea verbindet nicht nur die Erfahrungen aus der Teilung des Landes, sondern vielfältige und mannigfaltige Migrationsgeschichten. Die zugrundeliegenden politischen Verhältnisse der deutsch-deutschen Teilung, die besondere Position Berlin als Drehkreuz zwischen dem Westen und dem Osten im Kalten Krieg sind als Prämissen der koreanischen Migrationsgeschichte in Deutschland zugrundezulegen.

Die Besonderheit der koreanischen Migrationsgeschichte und der deutsch-koreanischen Beziehungen beleuchtet die Ausstellung.

Die Ausstellung war eine Veranstaltung der NGBK, und wurde inhaltlich konzipiert vom korientation e.V.

Der Katalog kann bei der NGBK bezogen werden.

Ausstellungsorte: NGBK, Flutgraben e.V.

3. Projekt: Dokumentarfilm “Shared and Divided” (AT) — wurde noch nicht realisiert.

Das Konzept des nicht realisierten Dokumentarfilmes widmete sich den Lebensgeschichten einzelner MigrantInnen und den hierdurch sichtbar werdenden Migrationsrouten vor dem Hintergrund des Kalten Krieges. Heruntergebrochen auf die einzelnen menschlichen Schicksale war beabsichtigt, dem Zuschauer die geplanten und ungeplanten Implikationen der Blockbildung, der Teilung, der hierdurch sich ergebenden Migrationsverläufe sowie der Durchbrechungen durch die menschliche Komponente zu vermitteln.