Verleihung des Anne-Klein-Frauenpreis an Nivedita Prasad

Wir gratulieren ganz herzlich Nivedita Prasad zu dieser wichtigen Anerkennung ihrer wissenschaftlichen und politischen Arbeit! Nividita Prasad ist u.a. als Projektkoordinatorin bei Ban Ying – Beratungs- und Koordinationsstelle gegen Menschenhandel tätig. Der 1988 gegründete Verein ist Träger von zwei Projekten, einer Zufluchtswohnung für Frauen aus Südostasien und einer Beratungs- und Koordinationsstelle gegen Menschenhandel und bietet hilfesuchenden Frauen sowohl Online als auch im persönlichen Beratungsgespräch ein mehrsprachiges Angebot:   u.a. Thailändisch, Russisch, Chinesisch,  English und Deutsch. Wir freuen uns, dass die Preisträgerin mit einem Beitrag im dem von korientation gefeaturten Buch “Asiatische Deutsche. Vietnamesische Diaspora and Beyond” (Mai 2012) vertreten ist und wünschen  Nivedita Prasad weiterhin viel Erfolg und uns allen eine schöne Preisverleihungsfeier. 

Fr, 2.3.2012,  19 bis 23 Uhr
Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin
Preisverleihung – Anne-Klein-Frauenpreis

Der erste Anne-Klein-Frauenpreis der grünnahen Heinrich-Böll-Stiftung wird an Dr. Nivedita Prasad verliehen.

Dr. Nivedita Prasad ist wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Ban Ying. Foto: Stephan Röhl, Lizenz: CC-BY-SA 2.0

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korientation empfiehlt: “Our Homeland” / “Kazoku no kuni” von Regisseurin Yang Yonghi heute 19 Uhr im Kino Arsenal Berlin

“Mehr als 90.000 in Japan lebende Koreaner emigrierten von den späten 50ern bis in die 70er Jahre nach Nordkorea, das Land, das ihnen Wohlstand, Gerechtigkeit und ein Ende der Diskriminierung verhieß. KAZOKU NO KUNI erzählt von einem, der für kurze Zeit zurückkehrt. Nach 25 Jahren sieht Sonho seine Familie in Tokio wieder, weil ihm gestattet wurde, sich dort einer Operation zu unterziehen. Im Mittelpunkt des Films steht Sonhos jüngere Schwester Rie. Sie ist unschwer zu erkennen als Alter ego der Regisseurin selbst. In ihren Dokumentarfilmen DEAR PYONGYANG und SONA, THE OTHER MYSELF hat Yang Yonghi die eigene Geschichte erzählt: Im Alter von sechs Jahren musste sie erleben, wie ihre drei älteren Brüder die Familie für immer in Richtung Pjöngjang verließen. Es fällt schwer, sich der emotionalen Komponente der Geschichte zu entziehen. Doch die Regisseurin legt den Fokus nicht auf Melodramatik. Ihr geht es um zwei Menschen, die der Lauf der Geschichte mit extrem unterschiedlichen Perspektiven ausgestattet hat. Während Sonhos Weg vorgezeichnet ist, erkennt Rie, dass ihr alle Möglichkeiten offenstehen. Auch die, gegen die eigene Familie zu rebellieren.” (Christoph Terhechte)


Yang Yonghi
, geb. 1964 in Osaka, Japan, studierte Koreanische Literatur in Tokio sowie Medienwissenschaft in New York. Seit 1995 dreht sie Dokumentarfilme, darunter DEAR PYONGYANG (Forum 2006) und SONA, MO HITORI NO WATASHI (Forum 2010). KAZOKU NO KUNI ist ihr erster abendfüllender Spielfilm.

Produktion: Star Stands, Tokio; Slow Learner, Tokio
Buch: Yang Yonghi
Kamera: Toda Yoshihisa
Darsteller: Ando Sakura, Iura Arata, Yang Ik-june, Miyazaki Yishiko, Tsukayama Masane
Format: HD, Farbe
Länge: 100 Minuten
Sprachen: Japanisch, Koreanisch

 Arsenal – Institut für Film und Videokunst e.V.
Potsdamer Straße 2
10785 Berlin
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Zu dem Thema siehe auch die folgenden Artikel auf unserer Webseite


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MiGAZIN-Interview zum NSU-Terror: „Neuer Tiefpunkt in der rassistischen Dauerkrise“

Die rassistisch motivierten NSU-Morde an Migranten und Deutschen türkischer bzw. griechischer Herkunft brennen uns allen nach wie vor unter den Nägeln. Leider ist die politische und juristische Aufarbeitung auch drei Monate nach ihrer Aufdeckung im November 2011 bisher kaum vorangekommen. Umso wichtiger ist es uns daher ein Anliegen die wissenschaftliche und kulturelle Auseinandersetzung mit Rechtsterrorismus und strukturellen Rassismus weiterzuführen. 

Wir verneigen uns vor Enver Şimşek (9. September 2000, Nürnberg), Abdurrahim Özüdoğru (13. Juni 2001, Nürnberg), Süleyman Taşköprü (27. Juni 2001, Hamburg), Habil Kılıç (29. August 2001, München), Mehmet Turgut (25. Februar 2004, Rostock), İsmail Yaşar (9. Juni 2005, Nürnberg), Theodoros Boulgarides (15. Juni 2005, München), Mehmet Kubaşık (4. April 2006, Dortmund) und Halit Yozgat (6. April 2006, Kassel) und trauern mit den überlebenden Angehörigen.

Anlässlich des heutigen Gedenktages (23. Februar 2012) an die Opfer des Rassismus dokumentieren wir hier als Zeichen unserer solidarischen Anteilnahme einen Auszug aus einem längeren Interview, das der Journalist Johnny Van Hove kürzlich mit dem neuen korientation Vorstandsmitglied Kien Nghi Ha über die jahrelang institutionell verschleierten NSU-Morde für MiGAZIN – Migration in Germany führte. Das Interview kann hier in Gesamtlänge gelesen werden.

Johnny Van Hove und Kien Nghi Ha bei einer Diskussionsveranstaltung an der Universität Bremen (2011). Foto: Priya Fielding-Singh

Johnny Van Hove: Wie bewerten Sie die mediale Berichterstattung über die NSU?

Kien Nghi Ha: Die Medien reproduzierten ohne Zweifel diskriminierende Bilder, in dem sie zunächst die aus dem Polizei-Jargon stammende Metapher „Döner-Morde“ vollkommen unbekümmert übernahm und erst nach kritischen Kommentaren sich von diesem pietätlosen wie unsachlichen Begriff distanzierte. Es ist es ganz offensichtlich, dass dieser geschmacklose Begriff die Opfer mit einem billigen und ethnisierten Fast-Food-Gericht gleichsetzt. Perfiderweise wird dabei im Stil einer überdrehten Ethno-Comedy suggeriert, dass überhaupt keine Menschen ermordet wurden. Dadurch werden die Opfer aber nicht nur ihrer individuellen Züge beraubt, sondern gleichzeitig auch abgewertet, weil sie lediglich als anonyme „Dönerfleischmasse“ erscheinen.

Johnny Van Hove: Die Politik scheint weitaus empathischer zu reagieren. Prominente Volksvertreter wie der Bundestagspräsiden Norbert Lammert entschuldigte sich namens des ganzen Hauses bei den Familienangehörigen der Opfer. Das ist doch erfreulich? Continue reading

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Alter Ego Kino: Die zwei Körper des Kim Ki-Duk

von Sulgi Lie

Die Unmöglichkeit des Filmemachens ist die Möglichkeit des Filmemachens: „Ich kann gerade keine Filme machen. Also filme ich mich selbst.“ Laut Kim Ki-Duk ist sein neuer Film „Arirang“ Film und Anti-Film zugleich; ein Film, der nicht nur von dem Scheitern erzählt, Filme zu machen, sondern dieses Scheitern selber zum Film werden lässt. Kim Ki-Duk filmt sich in „Arirang“ selbst als gescheiterter Regisseur mit kreativer Blockade.

© Rapid Eye Movies HE GmbH

Nachdem bei den Dreharbeiten zu seinem letzten Film „Dream“ (2008) eine Schauspielerin beinahe tödlich verunglückt wäre, fällt Kim in eine depressive Krise, die sich zugleich zu einer künstlerischen Krise ausweitet. Aus dem einstigen Vielfilmer mit einem Output von mindestens einem Film pro Jahr wird ein paralysierter Einsiedler, der sich alleine in die koreanische Provinz zurückgezogen hat, um in einer kargen Hütte der (Film-)Welt den Rücken zu kehren. Continue reading

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Frohes neues glorreiches Drachenjahr 2012!

Gestern hat das neue Jahr nach dem Mondkalender begonnen und wir wünschen allen einen guten Start ins Drachenjahr! Möge es mehr glanzvolle Momente als Katastrophen bringen. Wir freuen uns darauf.

Auf der Webseite wird sich in Kürze auch einiges tun. Die Online-Materialien zu dem Projekt “Vietnamese Diaspora and Beyond” von Nghi werden derzeit bearbeitet und werden im Februar öffentlich zugänglich sein. Seid gespannt!

Mehr demnächst von Eurem korientation-Team

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Kurzausblick auf 2012 und allen schöne Feiertage!

Zum Jahresausklang haben wir mit dem korientation-Team und Volunteers ein wirklich schönes Get-Together im privaten Rahmen verbracht mit Bergen von Fleisch (sorry an alle Vegetarier), vielen Getränken und vielen Gesprächen. Danke für’s Kommen, wir haben es wirklich genossen.

X-mas GetTogether 2011

Schnappschüsse vom korientation X-Mas Get Together auf FB

In dem Zusammenhang kam die Frage auf, was eigentlich für das  nächste Jahr geplant ist. Wir haben uns überlegt, dass mit

  • der Weiterentwicklung dieser Webseite und unseres Online-Magazinprojekts Yellow Press, das mit der beabsichtigten Rekrutierung interessierter und hoffentlich schreibwütiger neuer Autoren einhergeht,
  • der Veröffentlichung ausstehender Publikationen,
  • der geplanten Kooperation mit dem Kultur- und Gesellschaftsmagazin freitext,
  • der Vorbereitung des 4. ASIAN FILM FESTIVAL BERLINs für 2013,
  • der Begleitung von Projekten unserer Mitglieder wie der mit Spannung erwarteten Publikation ASIATISCHE DEUTSCHE von Nghi
  • der Entwicklung neuer Projekte zu Deutsch-Asiat_innen oder neudeutsch German Asians,
  • sowie einigen Teilnahmen an politischen Veranstaltungen wie dem nächsten Integrationsgipfel im Januar 2012.

angesichts unseres ausschließlich ehrenamtlichen Engagements sicherlich keine Langeweile aufkommen wird.

In dem Sinne auf ein aufregendes neues erfolgreiches lebhaftes und prall gefülltes korientation Jahr 2012!

Euch allen schöne Feiertage und Guten Rutsch ins Jahr des Drachen.

Euer korientation Team

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Newsletter – korientation aktuell

Hallo liebe korientation-Freunde,

wenigstens zum Jahresende melden wir uns noch einmal mit einem Newsletter.

1. korientation Weihnachts-Get-Together

Zu allererst laden wir ganz herzlich ein zu unserem korientation Weihnachts-Get-Together. In geselliger Runde mit ein wenig Essen und Trinken möchten wir am Jahresende eine Gelegenheit schaffen, sich noch einmal zu treffen und auszutauschen.

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Holy Island – Der lange Kampf der Rentner von Iwaishima gegen ein Atomkraftwerk

Seit 29 Jahren kämpft ein kleines japanisches Fischerdorf auf der Insel Iwaishima gegen den Bau eines Atomkraftwerks an der gegenüberliegenden Küste im Südwesten Japans.

Der Dokumentarfilm „Holy Island“ der japanischen Filmemacherin Aya Hanabusa zeigt den Widerstand der Fischergemeinde, der mehrheitlich von älteren Frauen um die 60 angeführt wird. Yellow Press hat die japanische Filmemacherin Aya Hanabusa auf dem Asian Film Festival Berlin getroffen und sie über die Hintergründe ihres Films befragt.

Still aus "Holy Island" von Aya Hanabusa © POLEPOLETIMES

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Filed under Asian Film Festival Berlin, Film, Yellow Press

korientation empfiehlt: interfilm Festival 2011 vom 15.-20.11.2011 in Berlin – Programmschwerpunkt ASIEN

interfilm Plakat interfilm – das internationale Kurzfilmfestival findet Mitte November wieder statt und präsentiert mit dem Programmschwerpunkt Asien eine breite Vielfalt des filmischen Schaffens aus Ost- und Südostasien:

“In 3 Programmen stellen wir eine Mischung außergewöhnlicher Filme zusammen, die alle in den letzten zehn Jahren entstanden sind und einen hervorragenden Einblick in die Vielfalt asiatischer Kultur und des asiatischen Filmemachens ermöglicht. Die Perspektiven verschmelzen von Tradition, Moderne und Mythen über nationale Grenzen hinweg und lassen Neues entstehen: Erfundenes, vermischt sich mit Geschichte, Dokumentation flirtet mit Fiktion. Die Filme stellen sich den unruhigen Geistern des globalen Konflikts und des Staatsterrorismus. Vom Rhythmus des Dorflebens bis zur beklemmenden Topografie asiatischer Megastädte öffnen sich die Programme wie ein farbenfroher asiatischer Fächer.” (siehe Interfilm Festival-Webseite)

Mit dabei ist übrigens Kimiko Suda, korientation-Mitglied und Co-Direktorin unseres ASIAN FILM FESTIVAL BERLINs, die als Mitglied in der Jury für die Kurzfilme “Deutscher Wettbewerb” sitzt.

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korientation empfiehlt: Dr. Rhee’s Kimtschi Shop: Mach Platz, Sauerkraut! in “Das Gift” in Berlin-Neukölln, 19.-25. Nov. 2011

(Pressemitteilung) Rhee Food Lab ist stolz, die Eröffnung von Dr. Rhee’s Kimtschi Shop anzukündigen – ein interaktives Kunstprojekt ausgerichtet von Das Gift vom 19. – 25. November 2011.

Dr. Rhee’s Kimtschi Shop tritt als ein Handelsprojekt auf und untersucht den Konsum von Kultur, erforscht die Wertung authentischer Kultur und hinterfragt die Funktion nationaler Kulturgüter. Das alles durch Essen, Tauschhandel und Publikumsbefragungen. Dr. Rhee’s Kimtschi Shop versucht überkommene und essentialistische Auffassungen von einer in sich geschlossenen kulturellen Identität aufzudecken und als Gegenentwurf, die kulturelle Toleranz zu zelebrieren was Diskussionen über Multikulturalismus in Berlin einschließt. Continue reading

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