„Ich wollte sichtbar machen, was unsichtbar war“ – Ein Interview mit kate hers

Am 18.05.2012 um 19 Uhr findet im Kulturzentrum der Koreanischen Botschaft eine Veranstaltung mit dem Titel „It’s complicated! – Adoption als unsichtbare Form der Migration“ statt. Das Thema Adoptionsmigration wird aus drei verschiedenen Perspektiven betrachtet und in Zusammenhang mit Fragen von Migration und Diaspora gestellt: Aus einer kulturwissenschaftlicher Perspektive, als kreative Auseinandersetzung im Bild sowie als provokative künstlerische Interaktion. So zeigt unter anderem die Künstlerin kate hers in ihrem Vortrag ihre Videoarbeit  „Missing“ aus dem Jahr 2006. Performances, Texte aus ihren Adoptionspapieren sowie Ausschnitte aus ihrem Fernsehauftritt im koreanischen Fernsehen, mittels dessen sie ihre Eltern suchte, werden dort miteinander verwoben. In dieser sehr persönlichen autobiographischen Videoarbeit wirft sie Fragen zu Zugehörigkeit und transnationaler Identität auf. Yellow Press hatte die Gelegenheit, sie zu ihrer  Arbeit zu interviewen.

 

Yellow Press: Am Freitag wirst Du – neben anderen Werken – ein Video einer Aktion aus dem Jahr 2005 zeigen. Damals hast Du als soziale Intervention in der Gegend in Seoul, in der Du geboren wurdest, Suchplakate aufgehängt. Um was ging es Dir dabei?
kate hers:  Es ging mir darum, etwas ins Bewusstsein zu rufen, das unsichtbar war. Quasi die Lücke – die ich als mögliche koreanische Staatsbürgerin gerissen habe. Denn offensichtlich bin ich ja keine koreanische Staatsbürgerin, diese Identität gibt es für mich nicht. Mit diesen „Vermisst“-Plakaten  nach dem Motto „Diese Person wird vermisst, sie hätte hier sein können, aber sie wurde fortgeschickt “ wollte ich sichtbar machen, was nicht sichtbar war: All die Adoptierten, die fortgeschickt wurden.

 

Yellow Press: Wie bist Du auf die Idee gekommen?

kate hers: Als ich klein war, gab es in den USA diese „Vermisst“-Plakate. Oft sah man auch Suchanzeigen auf Milchkartons, wenn ein Kind vermisst wurde. Das hat mich als erstes dazu inspiriert, mich als ein vermisstes Kind zu sehen. Denn ich wurde ja als Baby weggeschickt und führte mein Leben in den USA. Aber es gab noch diesen anderen vorgezeichneten Lebensweg, den eines koreanischen Bürgers, dieses andere Leben, das ich hätte leben können.

Also hab ich mich als diese vermisste Person betrachtet und mir überlegt, auf welche Weise ich diese Vorstellung zum Ausdruck bringen könnte, und das gleichzeitig als einen Weg nutzen könnte, meine leiblichen Eltern zu finden.

Ich habe also diese sehr großen Vermissten-Plakate kreiert. Und in den frühen Morgenstunden am Tag meines 30. Geburtstags 2005 habe ich mit Hilfe einer Crew aus fast allen anderen Adoptierten in Korea und einigen europäischen und amerikanischen Koreanern die gesamte Gegend in Seoul, in der ich geboren wurde, zugepflastert. Als die Bewohner aufgewacht sind, wurden sie in der ganzen Nachbarschaft von Hunderten von Postern begrüßt.

Diese Arbeit war sehr persönlich und auch sehr schmerzhaft für mich. Sie ist im Jahr 2006 entstanden. Seither habe ich versucht, mich wieder von dieser Identität as koreanische Adoptierte zu entfernen.

 

Yellow Press: An was arbeitest Du aktuell?

kate hers: Ich versuche, das Thema Transnationalität zu vertiefen und auszuweiten.

Ein Grund ist auch, dass es mich sehr stark beeinflusst hat, wie ich wahrgenommen werde, seitdem ich hierhin nach Deutschland gezogen bin: als Fremd-Körper, als Fremde, als Migrantin, als Koreanerin. Ich habe deswegen wieder damit begonnen, meine älteren Arbeiten hervorzuholen, die ich in der Zeit gemacht habe, als ich nach Korea zurückgegangen war. Und es sieht so aus, dass sich der Begriff Zerrissenheit –  in Bezug auf Sprache und die eigene Persönlichkeit  - wie ein roter Faden durch viele meiner Arbeiten zieht.

 

Yellow Press: Kannst Du die Erfahrungen, die Du in Deutschland gemacht hast, noch etwas näher beschreiben?

kate hers: Mit mir hat zum Beispiel nie jemand Englisch gesprochen. Das war bei mir anders als bei meinen amerikanischen Freunden. Die haben sich ständig über die Schwierigkeit beklagt, dass wann immer sie Deutsch sprachen, die Deutschen ihnen auf Englisch antworteten.  Ich dagegen habe auf der Straße gebrochenes Deutsch gesprochen, aber aus irgendeinem Grund haben die Leute nie meinen amerikanischen Akzent gehört, denn wenn sie mir ins Gesicht sahen, sahen sie ja eine Asiatin.

Ich glaube, eine Menge Deutsche haben die klischeebehaftete Vorstellung, dass Amerikaner nur weiß sein können. Für sie ist Nationalität verbunden mit Ethnizität. Sie sehen die amerikanische Staatsangehörigkeit einfach nicht als etwas davon getrenntes.

Und ich glaube, dieser Nachteil hat sich für mich zum Vorteil verwandelt, weil ich deswegen viel leichter als meine Freunde Fortschritte beim Sprachelernen machen konnte.

Yellow Press: Vielen Dank für das Interview!

Das Interview führte Rebecca Sumy Roth

 

Über die Künstlerin:
kate hers wurde 1976 aus Südkorea in die USA adoptiert, 2009 zog sie nach Deutschland. kate hers studierte an der School of the Art Institute of Chicago (Bachelor) sowie an der University of California, Irvine (Masters of Fine Arts). Sie ist Gründerin und Koordinatorin der Künstler-Plattform USArtBerlin.org. Sie arbeitet multi- und interdisziplinär, projekt- und prozessbasiert und untersucht konsequent ineinander greifende Themen: Transnationalismus, Sprache als ein Ort zerrissener Identität, und der postkoloniale und spirituelle Andere.

www.estherka.com

 

 

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18.05.2012 It’s Complicated – Adoption & Migration :: FLYER

Der FLyer zum Download als PDF: Flyer Its complicated – PDF
Die Pressemitteilung zum Download als PDF: 2012-05-05 PM Its complicated

Siehe auch vorigen Beitrag (including English translation)

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korientation empfiehlt: FACING BLACK PEOPLE Podiumsdiskussion am Fr. 10.05.2012

Mit Elizabeth Blonzen, Dr. Grada Kilomba, Mekonnen Mesghena, Lara-Sophie Milagro, Nadja Ofuatey-Alazard, Michael Ojake u.a.

“Der historische Rassismus bestand nicht nur in Ausbeutung und Völkermord in den Kolonien, sondern auch in den zahlreichen diskriminierenden Praxen, Begriffen und Bildern, die seit dem 17. Jahrhundert kontinuierlich in Deutschland gebraucht werden, um Schwarze Menschen zu beschreiben oder darzustellen. Schwarz-Sein wird aus weißer Sicht benutzt, um etwas als fremd, anders, exotisch, wild oder bedürftig zu markieren. Diese Projektionen haben nichts mit der Lebensrealität Schwarzer zu tun.” –  www.buehnenwatch.com

Anlässlich aktueller Berliner Inszenierungen wird das sogenannte „Blackface“, das heißt schwarz angemalte weiße SchauspielerInnen, unter Kulturschaffenden und AktivistInnen erneut kontrovers diskutiert. Eine öffentliche Diskussion für Kulturschaffende und Interessierte als nächster Schritt in einer Debatte, die sich erst an ihrem Anfang befindet.

Eine Veranstaltung von Kultursprünge e.V. in Kooperation mit der Werkstatt der Kulturen

Ballhaus Naunynstraße

Naunynstr. 27, 10997 Berlin

10. Mai 2012, 20 Uhr – Eintritt frei

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Noch bis zum 13.05.2012: KOREAN CINEMA TODAY @ HKW /// Programmübersicht

Noch bis zum 13.05.2012 werden ausgewählte koreanische Filme im Haus der Kulturen der Welt gezeigt. Heute stellt sich die letzte Gelegenheit im Rahmen des Festivals dar, die Filme in Anwesenheit der Regisseure zu sehen und im Anschluss ins Gespräch zu kommen!

Festival Trailer

Im Folgenden die Programmübersicht, die Ihr sowohl auf Deutsch und Englisch in ausführlicher Form mit weiteren Informationen auf der Webseite des Haus der Kulturen der Welt abrufen könnt.

Programmübersicht

Do 03.05.2012     

19:00h Eröffnung FilmfestivalDo

19:00h Poetry (Shi), R: Lee Changdong

Fr 04.05.2012     

19:00h The Journals of Musan (Musan Ilgi), R: Park Jungbum(anwesend)

22:00h Poongsan (Pungsan-gae), R: Juhn Jaihong Continue reading

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18.05.2012 “It’s complicated! – Adoption als unsichtbare Form der Migration” – Drei Perspektiven aus Wissenschaft und Kunst

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30. Korea-Madang des Korea-Verbandes in Kooperation mit korientation e.V.
In der Diskussion koreanischer Migration und Diaspora findet die Geschichte der transnationalen Adoption in den seltensten Fällen Beachtung. Dabei ist Südkorea im 20. Jahrhundert das Land mit der längsten Adoptionsgeschichte. Seit 1953 wurden (und werden) mindestens 200.000 Kinder ins westliche Ausland entsendet.

Kim Sperling, Uri Nara (2008) - Robyn

Im Adoptivland markieren Adoptierte eine Schnittstelle von Mehrheitsgesellschaft und koreanischer Community bzw. eine besondere Form der ‚Re-Migration’ von Auslandskoreaner/innen nach Korea. Dabei werden komplizierte Fragen der Zugehörigkeit, (trans)nationaler Identität, Rassismuserfahrung, Familienbindung, Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit sowohl in Mehrheits- als auch in migrantischer Community aufgeworfen.

Auf der Veranstaltung wird Adoptionsmigration aus drei verschiedenen Perspektiven betrachtet und in Zusammenhang mit Fragen von Migration und Diaspora gestellt: Aus einer kulturwissenschaftlicher Perspektive, als kreative Auseinandersetzung im Bild sowie als provokative künstlerische Interaktion. Historische Kontexte und biographische Themen werden aufeinander bezogen.

Asiat/innen bzw. Asiatische Deutsche werden in Deutschland vielfach als “unsichtbare” Minderheit bezeichnet. Koreanische Adoptierte erscheinen in ihrer spezifischen Situation doppelt unsichtbar. Sie melden sich heute als Erwachsene selbst zu Wort und werfen einen kritischen Blick auf ihre eigene und kollektive Geschichte.

NOH-CHIM (missing) 2005/2006

kate hers, NOH-CHIM / MISSING 2005/2006

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korientation empfiehlt: Korean Cinema Today Filme vom Busan International Film Festival 03.05.2012 – 13.05.2012 im HKW

Plakat KOREAN CINEMA TODAY @ HKW ; Still: "Breathless", R: YANG Ikjune, Korea (2008)

Die erste Ausgabe der Busan International Film Festival-Retrospektive am Haus der Kulturen der Welt zeigt elf Filme der Festival-Ausgaben 2010 und 2011 und reflektiert damit die Bedeutung und Popularität des neuen koreanischen Kinos.

Spiel- und Dokumentarfilme und ein animierter Kinderfilm werden gezeigt, darunter eine erst kürzlich restaurierte Kopie des Klassikers „Hanyo“ (The Housemaid) von Kim Ki-Yeong aus dem Jahr 1960, auf den 2010 der Regisseur Im Sang-Soo mit einem gefeierten Remake antwortete. Viele der Regisseure und der Leiter des Busan International Film Festival werden im Haus der Kulturen der Welt anwesend sein, um mit dem Publikum zu diskutieren. Nach einer ersten filmischen Blütezeit in den 1960er-Jahren hat das koreanische Kino seit Beginn des Jahrtausends erneut Hochkonjunktur. Continue reading

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korientation empfiehlt: “Rassismus sichtbar machen – Ein Plädoyer”. Eine Veröffentlichung von Jagoda Marinić zum Internationalen Tag gegen Rassismus am 21.März 2012

Jahrelang blieb den Ermittlern, die nach den Serienmördern von neun migrantischen Kleinunternehmern fahndeten, das rassistische Tatmotiv der Morde verborgen. Auch den Journalisten, die für die Serienmorde den Begriff der “Döner-Morde” etablierten. Warum ist Rassismus für die deutsche Öffentlichkeit so unsichtbar geblieben, obgleich zuvor intensiv über Integration und Migranten diskutiert wurde? Inwiefern liegt die Unsichtbarkeit von Rassismus daran, wie jene “Integrationsdebatten” geführt wurden?

Die Schriftstellerin Jagoda Marinić hat zum Internationalen Tag gegen Rassismus am 21. März mit dem E-Book „Rassismus sichtbar machen“ eine Rede veröffentlicht, die diesen Fragen nachgeht.

Hier ein Zitat:

»Man steht neben Deutschen und die Rede kommt auf Ausländer. Die Rede ist nicht gerade so, dass sie für die Ohren von Ausländern bestimmt wäre. Wenn den Rednern dann endlich einfällt, dass, objektiv gesehen, hier, mitten in der Runde ja einer von denen steht, über die sie sprechen, heißt es, gerne mit kumpelhaftem Schulterschlag: “Ich rede ja nicht von dir, ich rede von Ausländern.”«

 

Buchcover "Rassismus sichtbar machen" von Jagoda Marinić

 

„Eine zornige Rede wie die der deutsch-kroatischen Schriftstellerin Jagoda Marinić hat bei der Gedenkstunde im Februar 2012 gefehlt.“
Heribert Prantl, Süddeutsche Zeitung

Das E-Book “Rassismus sichtbar machen” ist für 3,99 Euro im Online-Handel bei Xinxii.com, Amazon und in Kürze auch in Apples iBook-Store erhältlich.

Auf Xinxii.com ist das E-Book auch als PDF erhältlich, für deren Ansicht kein E-Book-Reader benötigt wird.

Die Hälfte des Erlöses geht an PRO ASYL.

 Über Jagoda Marinić 

Die Schriftstellerin, Theaterautorin und Journalistin Jagoda Marinić wurde am 20. September 1977 als Tochter kroatischer Einwanderer in Waiblingen geboren. Sie studierte Germanistik, Politische Wissenschaft und Anglistik in Heidelberg. Sie lebt in Berlin. Ihr 2001 bei Suhrkamp erschienenes erstes Buch „Eigentlich ein Heiratsantrag“ wurde auf Anhieb ein Erfolg. Zuletzt erschien ihr Roman-Debüt „Die Namenlose“ (2007).

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Interview with filmmaker Yang Yonghi about her feature film “Our Homeland (Kazoku nu kuni)”

We also have a German version of the interview online with an introduction by Sumy. Read it here.

Yellow Press: With your film “Our homeland (Kazoku nu kuni)” you tell your own family story. Even though it is a fiction film – are you not afraid to put your family members in North Korea to risk?

Yang Yonghi: After [my documentary] “Dear Pyongyang” I was kind of advised to write an apology letter to the North Korean association in Japan – which means to that government.  I didn’t do that. It just did not make sense to me to apology about my film. Instead I made another documentary. Thus, I became more and more a blacklisted person. It’s really tricky and ironic – the more I talk about my family my family goes away from me. I cannot see them anymore, physically. But I did not want to give up. But everyday, every hour, every minute I am very worried about them. I am so sure they are really ok so far, but there is no guarantee.

Yellow Press: So why do you keep on making films about your family’s story?

Yang Yonghi: Because my family story is interesting and a real collection of unique characters and dramatic stories and historic contradictions. Continue reading

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Kurznotiz – Wir haben gewählt! – Neuer korientation-Vorstand ab März 2012

korientation hat einen neuen Vorstand gewählt, der ab März 2012 antritt: Kien Nghi Ha, You Jae Lee, Jee-Un Kim, Rebecca Sumy Roth und Kimiko Suda. Wir freuen uns alle sehr, dass der Vorstand sich in diesem Zuge vergrößert hat und in jeglicher Hinsicht vielfältiger geworden ist!

korientation bedankt sich herzlich bei Sun-ju Choi, die in den letzten Jahren als engagiertes Vorstandsmitglied aktiv war. Sie wird korientation  weiterhin als aktives Mitglied sowie Co-Festivaldirektorin des Asian Film Festival Berlin erhalten bleiben und aus Seoul / Korea unterstützen!

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Interview mit Filmemacherin Yang Yonghi über ihren Spielfilm “Our Homeland”

Die Filmemacherin Yang Yonghi ist die Tochter koreanischer Einwanderer in Japan. In ihren Dokumentarfilmen verarbeitet sie die Geschichte ihrer Familie: Ihr Vater, ein leitendes Mitglied einer nordkoreanischen Exil-Organisation, schickte in den siebziger Jahren seine damals 14, 16 und 18 Jahre alten Söhne nach Nordkorea. Yang Yonghi blieb als jüngste Tochter mit den Eltern in Japan zurück. Seither lebt die Familie voneinander getrennt unterbrochen von seltenen Besuchen der Eltern in Nordkorea.

Weil sie seit ihren Dokumentarfilmen nicht mehr nach Nordkorea einreisen darf, erzählt Yang Yonghi die Geschichte ihrer Familie nun als Spielfilm. “Our homeland (Kazoku nu kuni)” hatte auf der Berlinale Premiere. Yellow Press nutzte Yang Yonghis Aufenthalt in Berlin für ein Interview über ihre koreanisch-koreanische Familie, Widersprüche in der Geschichte und das Aufwachsen in der koreanischen Community in Japan.

 

Filmstill: Kazoku No Kuni - Our Homeland von Yang Yong-Hi, Japan 2012

 

Yellow Press: Mit Ihrem neuen Film “Our homeland (Kazoku nu kuni)” erzählen Sie die Geschichte Ihrer Familie. Auch wenn es ein Spielfilm ist – machen Sie sich keine Sorgen, dass Sie damit Ihre Familie in Nordkorea gefährden könnten?

Yang Yonghi: Nach meinem Dokumentarfilm “Dear Pyeongyang” wurde mir nahegelegt, dass ich einen Entschuldigungsbrief an den Generalverband der Koreaner in Japan  – also quasi an das nordkoreanische Regierung – schreiben sollte.  Ich habe das nicht getan. Es hatte für mich keinen Sinn, mich für den Film zu entschuldigen. Continue reading

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